Als Xi Jinping kürzlich auf der World Artificial Intelligence Conference in Shanghai über künstliche Intelligenz (KI) sprach, wurde der chinesische Staatschef geradezu poetisch. Er betonte, wie wichtig Offenheit, Zusammenarbeit und Teilen seien. »KI-Entwicklung sollte kein Soloauftritt eines einzelnen Landes sein, sondern eine Symphonie internationaler Kooperation«, sagte Xi.
»KI-Kommunismus«, schallte es von der anderen Seite des Pazifiks, aus den USA, zurück. Der OpenAI-Manager Dean Ball reagierte damit nicht direkt auf die Rede des chinesischen Staatspräsidenten, sondern auf eine aktuelle Entwicklung, die diese chinesische Strategie unterstreicht. Kurz zuvor hatte nämlich das chinesische Unternehmen Moonshot AI eine neue künstliche Intelligenz namens Kimi K3 vorgestellt. Die kann in einigen Bereichen mit denen der US-Giganten OpenAI und Anthropic mithalten – ist aber, anders als die Modelle der US-Firmen, frei verfügbar.