Google zeigt mit dem Pixel 11 vor allem eines: Das Smartphone mutiert endgültig zum KI-Phone. Im Test sticht ausgerechnet nicht das große Gemini-Marketing heraus, sondern Rambler, eine erstaunlich smarte Sprache-zu-Text-Funktion in Gboard, die Versprecher glättet, Texte per Zuruf umschreibt, übersetzt und damit selbst Tippmuffel plötzlich ins Mikro reden lässt, während andere KI-Features wie der proaktive Assistent in der EU vorerst auf der Ersatzbank sitzen. Dazu kommen bekannte Pixel-Bausteine im Refresh-Modus – Live-Übersetzung nun auch für YouTube und Instagram, neue Kamera-Automatik wie Magic Capture mit eher durchwachsener Trefferquote, stärkerer Zoom, etwas flottere Nachtfotos und ein HiLight-Benachrichtigungslicht, das eher Retro-Gimmick als Gamechanger ist. Hardwareseitig wirkt das Line-up zwar runder, mit mehr Basisspeicher, leicht verfeinerter Kamera und ordentlicher Akkulaufzeit, zugleich spart Google bei RAM und Akku, dreht aber die Preisschraube auf iPhone-Niveau – ein klassischer Premium-Move mit Stirnrunzel-Garantie. Am Ende bleibt ein solides, teils cleveres, aber kaum revolutionäres Upgrade, dessen nützlichste KI-Funktionen ihren Komfort mit einer heiklen Datenfrage bezahlen: Wer mit dem Handy plaudert, spricht eben immer auch ein bisschen mit Google.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich?
Dafür, dass ein Smartphone im Prinzip immer noch ein Telefon ist, spreche ich wirklich selten damit. Ich habe nachgeschaut: Im Juli waren es weniger als 30 Minuten, die ich damit telefoniert habe. Sprachnachrichten? Mag ich nicht. Plappernde Chatbots? Bloß nicht. Telefonieren? Nur wenn es dringend ist oder Mutti anruft.
Umso überraschender ist, dass ich in wenigen Tagen mit den neuen Pixel-Smartphones von Google, dem Basismodell Pixel 11, dem kompakten Pixel 11 Pro und dem größeren 11 Pro XL (sowie dem faltbaren Pixel 11 Fold), gefühlt mehr gesprochen habe als mit meinem alten Gerät die Wochen zuvor. Noch erstaunlicher ist, dass dies allein einer Funktion zu verdanken ist, die Google selbst gar nicht so stark in den Mittelpunkt stellt: Sie heißt Rambler, was sich als Plauderer oder Drauflosredner übersetzen lässt.