Wahl zum Abgeordnetenhaus: «Gretchenfrage» soll vor Wahl gegen Desinformation schützen Berlin's Interior Senator Iris Spranger (SPD) announced a new AI-powered tool called 'Gretchenfrage' to help Berliners protect themselves against disinformation on social media ahead of the state parliament election. The tool, developed by Gretchen AI GmbH, will analyze images, videos, and claims on platforms like Instagram, TikTok, and X for signs of manipulation or AI generation. It will be available from the afternoon via the Instagram account gretchen_ai_berlin, and while it is not a 'truth machine' and makes no political judgments, it aims to help users critically evaluate content and recognize manipulation attempts earlier. Mit Hilfe eines neuen digitalen Angebots namens «Gretchenfrage» sollen sich Berlinerinnen und Berliner im Vorfeld der Wahl zum Abgeordnetenhaus besser gegen Desinformationen https://www.zeit.de/thema/fake-news in sozialen Medien schützen können. Das kündigte Innensenatorin Iris Spranger SPD an. Das Werkzeug nutzt Künstliche Intelligenz KI und soll eine Einschätzung von Inhalten bieten, die im Zusammenhang mit der Wahl bei Instagram, TikTok oder X veröffentlicht werden. «Wir merken, dass im Netz immer mehr Desinformationen gestreut werden», sagte Spranger bei der Vorstellung des Tools der Gretchen AI GmbH. Zum Teil passiere das ganz gezielt, um Menschen zu verunsichern. Mit «Gretchenfrage» lassen sich nach Angaben der Innenverwaltung zum Beispiel Bilder oder Videos in sozialen Medien auf Hinweise darauf überprüfen, ob sie manipuliert oder möglicherweise komplett mit Künstlicher Intelligenz erzeugt worden sind. Hilfe bei verdächtigen Inhalten in sozialen Medien Das digitale Werkzeug soll auch bei der Einschätzung helfen, wie glaubwürdig inhaltliche Behauptungen sind oder ob Zitate möglicherweise erfunden sind. Dafür müssen entsprechende Social-Media-Beiträge an den Instagram-Account gretchen ai berlin geschickt werden. Das Angebot soll ab dem Nachmittag zur Verfügung stehen. Das digitale Werkzeug ist der Innenverwaltung zufolge keine Wahrheitsmaschine und nimmt keine politischen Bewertungen vor. Das Ziel sei es, Berlinerinnen und Berliner dabei zu unterstützen, Inhalte in sozialen Medien bewusster zu betrachten und Manipulationsversuche früher zu erkennen. Die Bürgerinnen und Bürger müssten sich aus den Informationen dann eine Meinung bilden, sagte Spranger. Landeswahlleiter Stephan Bröchler ergänzte, er begrüße das Angebot ausdrücklich. Es sei nötig, sich gegen Desinformationen zu schützen, die eine neue Dimension erreicht hätten. «Gretchenfrage» ermögliche es, zu kritischen Usern zu werden. «Es gibt aber keinen hundertprozentigen Schutz, aber wir können wachsam sein.» Tim Polzehl von Gretchen AI wies darauf hin, dass sich Inhalte in sozialen Medien schnell verbreiteten. Falsche Behauptungen oder manipulierte Bilder seien dann in der Welt. Mit «Gretchenfrage» lasse sich checken, ob etwas dagegen spreche, einen Beitrag zu teilen. © dpa-infocom, dpa:260826-930-585828/1