Vor dem Nato-Gipfel in Ankara sind in der Türkei erneut 178 Menschen festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft erhebt gegen sie Terrorismusvorwürfe. Zuvor hatte es eine Reihe von Razzien gegeben, bei denen insgesamt 225 Menschen festgenommen wurden. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Ankara. Fast 180 Menschen kamen in Untersuchungshaft.
Die türkische Menschenrechtsgruppe MLSA hatte zuvor mitgeteilt, dass bei den Razzien Journalisten, Akademiker, Rechtsanwälte, Gewerkschafter, Lehrer, Studenten und andere Vertreter der Zivilgesellschaft festgenommen worden seien. Es wird berichtet, dass die Verhafteten nach einer Mitgliedschaft in der verbotenen kommunistischen Partei TKP/ML gefragt wurden.
Der Nato-Gipfel, zu dem die Staats- und Regierungschefs der 32 Mitgliedsstaaten erwartet werden, findet am 7. und 8. Juli in Ankara statt.
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