KI-Gigafactory: EU startet Milliardenprojekt für sieben KI-Gigafactories The European Commission has launched tenders for up to seven AI gigafactories, large-scale data centers for artificial intelligence applications, with up to €10 billion in public funding from the EU and member states and an additional €20 billion from private investors, totaling over €30 billion. The initiative aims to close the AI gap with the US and China, requiring facilities to be built in the EU and meet sovereignty criteria, while the EU has signed processor supply agreements with AMD, Nvidia, and Qualcomm. Germany is pursuing separate bids from Deutsche Telekom, Schwarz Digits, Ionos with Hochtief, and others after a joint effort by SAP and Siemens failed. Die Europäische Kommission hat Ausschreibungen für den Aufbau von bis zu sieben Großrechenzentren für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz bekanntgegeben. Die sogenannten AI-Gigafactories sind Teil einer Strategie, die europäische KI-Infrastruktur https://www.zeit.de/digital/internet/2025-02/ai-act-eu-gesetz-kuenstliche-intelligenz auszubauen und den Zugang zu Hochleistungsrechnern für Unternehmen, Wissenschaft und öffentliche Stellen zu verbessern. Bis zu zehn Milliarden Euro sollen dafür aus öffentlichen Mitteln der EU https://www.zeit.de/thema/europaeische-union sowie der teilnehmenden Mitgliedsstaaten bereitgestellt werden. Weitere 20 Milliarden Euro sollen von privaten Investoren kommen, sodass sich das Gesamtvolumen des Programms auf mehr als 30 Milliarden Euro beläuft. Eine erste Ausschreibung umfasst den Angaben nach vier Projekte, die zu jeweils 500 Millionen Euro mit EU-Mitteln gefördert werden. Weitere drei Projekte sollen noch leistungsstärker sein und jeweils eine Milliarde Euro aus Brüssel bekommen. Die beteiligten EU-Staaten, darunter die fünf einwohnerstärksten Deutschland https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2026-04/kuenstliche-intelligenz-ki-anwendungen-unternehmen-schulungen-gxe , Frankreich, Italien, Spanien und Polen , geben jeweils vergleichbare Summen dazu. EU will gegenüber USA und China Boden gutmachen Mit den AI-Gigafactories möchte die Europäische Union im globalen Wettlauf um Künstliche Intelligenz gegenüber den USA und China https://www.zeit.de/digital/internet/2026-06/chinesischer-supercomputer-usa-newsletter-kuenstliche-intelligenz aufholen. Die Rechenzentren müssen in der EU errichtet werden und bestimmte Souveränitätskriterien erfüllen. Gleichwohl hat die EU Vereinbarungen mit den US-Herstellern AMD, Nvidia und Qualcomm über die Lieferung von Prozessoren unterzeichnet. Das langfristige Ziel ist, über genügend Chips aus heimischer Produktion zu verfügen und letztlich die Abhängigkeit von US-Tech-Konzernen https://www.zeit.de/digital/2026-07/open-secure-ai-alliance-cybersicherheit wie Microsoft, Google oder Amazon zu verringern. Die geplanten Rechenzentren sollen moderne KI-Prozessoren, Cloud-Technologien, Hochgeschwindigkeitsnetzwerke und energieeffiziente Infrastrukturen zusammenführen. Deutschland möchte sich einen Teil der großen Fördersumme sichern. Erste Pläne, wichtige deutsche Tech-Unternehmen gemeinsam in einer Art Deutschland AG antreten zu lassen, scheiterten jedoch, auch weil SAP und Siemens sich bei ihren Interessensbekundungen stark zurückgehalten hatten. Nun treten verschiedene Akteure aus Deutschland getrennt voneinander an und stehen damit auch im Wettbewerb untereinander – darunter die Deutsche Telekom https://www.zeit.de/thema/deutsche-telekom , Schwarz Digits und die IT- und Digitalsparte der Schwarz-Gruppe Mutterkonzern von Lidl und Kaufland , der Cloud-Anbieter Ionos, der zusammen mit dem Baukonzern Hochtief auftritt, sowie verschiedene kleinere und regionale Akteure wie Impossible Cloud oder Blue Swan.